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Election Live: Der USA-Countdown vor Ort – Noch 4 Tage – Cleveland

2. November 2012

Ort: Cleveland, Ohio
Heute: Andrew Jackson, 20-Dollar-Schein-Gesicht und gut für ’nen Papierkorb

Bevor ich mich gleich mit den Niederungen des Straßen-Wahlkampfs in Ohio auseinandersetze (hoffentlich dazu morgen dann mehr, bis nach Elyria habe ich es nicht geschafft), will ich heute von der Demokraten-Party am Wahlabend in Chicago erzählen.

Anders als vor vier Jahren soll Obama nämlich nicht vor 250.000+ Unterstützern im Grant Park auftreten, sondern in kleinerem Rahmen im McCormick Place. Das ist zwar immer noch das größte Convention Center der USA, laut Wikipedia, aber bietet maximal nur 18 000 Menschen Platz.

Und die Medien? Es gibt zwar die grundsätzliche Zusage, dass jeder akkreditierte Journalist einen der 2000 nicht zugewiesenen Arbeitsplätze bekommt. Dafür gibt’s eine Arbeitsfläche 60cm x 60cm, einen Stuhl, zwei Steckdosen, Internetzugang und „overhead ambient (fluorescent) lighting“. Danke dafür!

Wer mehr möchte, muss aber zahlen. Die ausrichtende Firma Hargrove bittet ordentlich zur Kasse: Ein „Assigned Media Center Workspace“ mit dem gleichen Angebot wie oben, allerdings inklusive „Reserviert für“-Schild kostet standardmäßig 550,- Dollar. Sollte jemand darüber hinaus individuelle Wünsche hegen, darf er sich aus einem Baukasten die Ausstattung zusammenstellen: Tausende Dollar teure Kabelwege, hunderte „Bucks“ für Tische, und 4 Dollar pro Quadratfuß Teppich-Auslegware.

Meine Lieblinge der 35 Seite langen Preisliste: Ein (hoho!) „Loveseat, 57 “ long, Black Upholstery“ zu 400 $, eine Laser-Faxmaschine zu 339,- $ (natürlich noch ohne Telefonleitung, die liegt bei 380,- $) und, ganz wichtig: ein Papierkorb. Der kostet 20,- $.

(Disclaimer: Ich vermute, bei den Republikanern im Boston Convention and Exhibition Center wird das nicht besser sein, aber deren Liste liegt mir nicht vor.)

Genau zehn Tage vor der Wahl beginnen wir unseren Countdown vor Ort. Live aus den USA werde ich jeden Tag eine kleine Episode zur Wahl schildern: Was ist die Top-Story in den amerikanischen Medien? Welche Fragen beschäftigen die Amerikaner im Zusammenhang mit der Wahl am meisten? Und, was viele Europäer ja kaum verstehen: Warum hat Mitt Romney überhaupt so gute Chancen?

In den nächsten zehn Tagen fahre ich durch acht Bundesstaaten im Nordosten der USA und melde mich unter anderem aus New York, Philadelphia, Washington, Ohio und Chicago. Wenn Ihr Fragen habt: Her damit!

Frühere Beiträge der Serie:

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