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Election Live: Der USA-Countdown vor Ort – Noch 6 Tage – Washington D.C. / New York City

31. Oktober 2012

Heute: Mitt Romney, Wahlkämpfer – Verzeihung: „Storm Relief“-Spendensammler
Orte: Washington DC / New York City, New York

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Sandy laufen auf Hochtouren und wenn alles gut geht, schaffe ich es heute Nachmittag noch mit dem Bus nach New York. Doch auch wahlkampftechnisch kommen die Fernsehsender langsam wieder auf Betriebstemperatur – und die liegt so kurz vor der Wahl natürlich ziemlich hoch. Gestern hielten sich spätestens ab dem Nachmittag die Berichte zum Sturm mit Wahlkampf-Analysen die Waage, oft auch gemischt. Alles blickte darauf, wie die beiden Kandidaten mit den Schäden und den Betroffenen umgehen würden. „Wer sieht am meisten „presidential“ aus?“ fragte CNN.

Barack Obama sagte noch einmal alle seine Wahlkampftermine ab, ließ aber Bill Clinton und Joe Biden für sich durch die Lande ziehen. „Wer hätte das jemals gedacht?“, fragte sich die MSNBC-Kommentatorin schmunzelnd, schließlich waren die Clintons lange Zeit Konkurrenten von Obama.

Einen noch geschickteren Stunt versuchte Mitt Romney. Er war in Ohio und nahm dort Spenden zum Wiederaufbau der Sturmgebiete an. Ist das schon Wahlkampf? Natürlich nicht, hieß es, es handele sich um einen „Storm Relief Event“, also einen Notfall-Spendensammel-Termin. Nun denn, nicht alle kauften ihm dieses ungewöhnliche Label ab. Während die republikanerfreundlichen Moderatoren bei Fox von einer „präsidentiellen“ Aktion sprachen, kommentierten die zu den Demokraten neigenden Kollegen von MSNBC nur süffisant: „Interessant, dass dieser Nicht-Wahlkampf-Termin ausgerechnet dort stattfindet, wo eigentlich der Wahlkampf-Termin hätte sein sollen.“

Wenn die Aufräumarbeiten im gleichen Tempo weitergehen, dürfte spätestens morgen oder übermorgen die Wahlen nichts mehr überstrahlen. Ach so, ansonsten (und trotz aller Anteilnahme am Sturm) noch eins: Happy Halloween!

Genau zehn Tage vor der Wahl beginnen wir unseren Countdown vor Ort. Live aus den USA werde ich jeden Tag eine kleine Episode zur Wahl schildern: Was ist die Top-Story in den amerikanischen Medien? Welche Fragen beschäftigen die Amerikaner im Zusammenhang mit der Wahl am meisten? Und, was viele Europäer ja kaum verstehen: Warum hat Mitt Romney überhaupt so gute Chancen?

In den nächsten zehn Tagen fahre ich durch acht Bundesstaaten im Nordosten der USA und melde mich unter anderem aus New York, Philadelphia, Washington, Ohio und Chicago. Wenn Ihr Fragen habt: Her damit!

Frühere Beiträge der Serie:

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