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YouTubeWatch: Obamas Convention-Rede landet im YouTube-Ranking auf Platz 3 und 8 – hinter Michelle Obama und Bill Clinton

11. September 2012
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Letzte Woche habe ich die Klickzahlen und Bewertungen der YouTube-Videos aller Redner auf der republikanischen Convention angeschaut. Diese Woche habe ich nun genau dasselbe mit den Rednern auf der demokratischen Convention gemacht. Und siehe da, auch hier gab es einige Überraschungen…

YouTube-Aufrufe

Zunächst einmal war ich baff, wie wenig YouTube-Aufrufe die Reden auf dem demokratischen Parteitag verzeichnen konnten. Zum Vergleich: Selbst die Rede der republikanischen Gouverneurin von New Mexico, die bei den Republikanern auf Platz 9 lag, wurde häufiger aufgerufen als die Rede von Michelle Obama, die bei den Demokraten Platz 1 belegt.

Ganz fair ist dieser Vergleich zwar nicht, weil die Erhebung zu den republikanischen Reden zwei Tage später stattfand als bei den demokratischen Reden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass die Klickzahlen der demokratischen Reden in den nächsten beiden Tagen noch um um über 100.000 Klicks in die Höhe schießen. Das müssten sie aber, um an die erfolgreichsten republikanischen Reden heranzukommen.

Allerdings gibt es noch eine weitere Einschränkung: Fünf der demokratischen Convention-Reden wurden von Obamas Wahlkampf-Team auch noch auf Obamas YouTube-Kanal veröffentlicht, zusätzlich zur Veröffentlichung auf dem offiziellen Convention-Kanal der Demokraten. Und hier sehen die Klickzahlen dann doch etwas anders aus:

Schaut man sich die Platzierungen der Redner nach YouTube-Aufrufen an, so liegt auf dem Convention-Kanal die Rede von Michelle Obama auf Platz 1 (rund 46.000 Aufrufe), allerdings nur knapp vor der Rede von Bill Clinton (rund 44.000 Aufrufe). Mit gewissem Abstand folgt dann Barack Obama (rund 35.000 Aufrufe). Auf Platz 4 findet sich Elizabeth Warren, Professorin an der Harvard Law School und ehemalige Leiterin des Congressional Oversight Panel, die sich auf einen umkämpften Senatssitz in Massachusetts bewirbt und hierbei unterstützt werden soll (weshalb ihre Rede wohl ebenfalls auf dem YouTube-Kanal von Obama veröffentlicht wurde).

Julian Castro auf Platz 5 ist der neue Nachwuchsstar der Demokraten, so etwas wie der „neue Obama“. Er ist Latino und derzeit noch Bürgermeister von San Antonio in Texas, wird aber sicherlich irgendwann einmal als Präsidentschaftskandidat der Demokraten antreten. Schließlich durfte er auf der Covention die wichtige „Keynote Speech“ halten, die im Jahr 2004 den damals noch weitgehend unbekannten Senator Barack Obama vom einen auf den anderen Tag zum Star machte.

YouTube-Bewertungen

Bei den YouTube-Bewertungen (Verhältnis von Likes zu Dislikes) kann sich Cécile Richards, die ehemalige Präsidentin der „Planned Parenthood Federation of America“ den ersten Platz knapp vor Bill Clinton sichern. (Allerdings muss hierzu einschränkend ergänzt werden, dass Richards Rede deutlich seltener aufgerufen wurde als die Rede von Clinton, was meistens dazu führt, dass die Bewertungen im Schnitt positiver ausfallen.) Die Rede von Schauspieler Kal Penn belegt Platz 4, knapp vor der Rede von Elizabeth Warren. Barack Obamas Rede landet – ähnlich wie die Rede von Mitt Romney bei den Republikanern – nur auf Platz 8.

Überraschenderweise sieht das Bewertungs-Ranking der fünf Videos, die auch auf dem YouTube-Kanal von Barack Obama veröffentlicht wurden, ganz ähnlich aus: Hier liegt die Rede von Barack Obama sogar abgeschlagen auf dem letzten Platz, die Rede von Bill Clinton hingegen mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz:

Fazit

Die YouTube-Analyse bestätigt weitgehend das, was auch in den Medien über die Reden auf der demokratischen Convention geschrieben wurde: Obamas Rede war von den Reden der „Top-Redner“ sicherlich die schwächste – oder zumindest diejenige, die am wenigsten begeisterte. Und die Rede von Bill Clinton war der eindeutige Gewinner und sicherlich mit der wichtigste Grund für den nachweislichen „Convention Bounce“ von Obama. Mit zu diesem Bounce beigetragen hat aber sicherlich auch die Rede von Michelle Obama, die ja schon seit Längerem in der Beliebtheit deutlich vor Barack liegt und diese Beliebtheit durch ihre Rede sicherlich noch einmal verstärkt hat.

Welche der beiden Conventions auf YouTube nun erfolgreicher war, lässt sich allerdings nur schwer beantworten. Geht man nach den Klickzahlen, so liegen die Republikaner deutlich vorn. Denn schon allein die Rede von Clint Eastwood wurde mehr als 1,5 Millionen Mal aufgerufen. Ob diese Klicks allerdings Klicks waren, über die sich die Republikaner gefreut haben, kann bezweifelt werden. Schließlich war Eastwoods Rede eher Anlass für Spott als Anlass für Begeisterung, was sich auch an ihren schlechten YouTube-Bewertungen zeigt.

Vielleicht lässt es sich also am besten so zusammenfassen: Für mehr Aufmerksamkeit sorgte die republikanische Convention, für mehr Begeisterung (und zusätzliche Motivation der eigenen Anhänger) aber sicherlich die Convention der Demokraten.

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