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Campaignwatch: „A Better Future“ – Romney startet neue, regionalisierte Angriffsspot-Kampagne gegen Obama

7. September 2012
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Mitt Romney hat bis zum Wahltag am 6. November eine Menge Geld auszugeben. Denn bis zum Nominierungsparteitag der Republikaner letzte Woche durften die vielen Millionen Dollar an Spendengeldern, die Romney in den letzten Monaten für den Hauptwahlkampf eingesammelt hat, noch nicht ausgegeben werden. Kaum überraschend also, dass Romney nun umgehend beginnt, das Geld zu verfeuern – aber nicht mit der Schrotflinte, sondern mit zielgruppenspezifischen bzw. regionalisierten Spots, die inhaltlich an die politischen Umstände im jeweiligen Swing State angepasst sind. Das Leitthema der Spot-Serie lautet dabei: „A Better Future“.

15 Spots für acht Battleground States hat Romney heute auf YouTube veröffentlicht. Jeweils einen Spot für Nevada und New Hampshire, jeweils zwei Spots für Iowa, Florida, North Carolina, Ohio und Colorado und sogar gleich drei verschiedene Spots für Virginia. Hier als Beispiel zwei Spots für Florida und Ohio, den beiden wichtigsten Swing States:

Wie man am Vergleich der beiden Spots gut sehen kann, sind alle Spots der Serie identisch aufgebaut. Sie beginnen mit einem Ausschnitt aus der Convention-Rede von Romney: „This president can ask us to be patient. This president can tell us it was someone else’s fault. But this president can not tell us that you’re better off today than when he took office.“ Dann folgt bei allen Spots die Beschreibung der widrigen Umstände, die man Obama zu verdanken hat und der Romney-Plan, der alles besser machen würde. Beispielhaft habe ich mal die Sprecher-Texte aus dem Iowa- und dem Nevada-Spot transkribiert:

Here in Iowa, we are not better off under president Obama. Excessive government regulations are crushing small businesses and family farms. Thousands of jobs lost. The Romney plan: Repeal Obama’s excessive regulations. Foster innovation. Create over a 130.000 new jobs for Iowa.

Here in Nevada, we are not better off under president Obama. Over 60.000 jobs lost. The highest unemployment rate in the nation. The Romney plan: Cut taxes and red tape for small businesses. Improve education and job training. Create over a 100.000 new jobs for Nevada.

Klingt soweit eigentlich alles ziemlich überzeugend, oder? Das einzige Problem: In Nevada und Iowa regiert nicht Obama, sondern ein republikanischer Gouverneur. Ebenso übrigens wie in Florida, Ohio und Virginia. Ist es nicht eigentlich eher deren Verantwortung, dass neue Jobs in ihrem Bundesstaat geschaffen werden? Und machen Romneys Spot deshalb nicht genau das, was sie Obama vorwerfen, nämlich die Schuld auf jemand anderen zu schieben? Natürlich, aber man kann ja einfach mal hoffen, dass es die Wähler nicht bemerken…

Nachtrag (09.09.2012): Romney hat die Spot-Serie heute noch um einen weiteren Spot ergänzt, der sich an die Einwohner von Wisconsin richtet (wo ebenfalls ein republikanischer Gouverneur regiert):

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