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Campaignwatch: Obama/Biden vs. Romney/Ryan – Was sagen uns die Logos über das Verhältnis der Kandidaten?

13. August 2012
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Als ich am Wochenende zum ersten Mal das Logo des republikanischen Kandidatenteams Romney und Ryan sah, musste ich schmunzeln. Mein erster Gedanke war: Da will wohl jemand sicherstellen, dass ganz klar ist, wer hier der Boss ist. Denn der Ryan-Schriftzug, der unten an das bereits bekannte Romney-Logo „angeklebt“ wurde, fällt deutlich kleiner aus als der Romney-Schriftzug:

Nun könnte man einwenden: Na ja, aber Romney ist ja nun mal der eigentliche Kandidat und Ryan nur sein Vize-Kandidat, da ist es doch nur folgerichtig, wenn Romneys Name auf dem Logo hervorgehoben wird. Mag sein, nur hat Barack Obama dieser Hervorhebung offensichtlich nicht nötig, wie man am Obama/Biden-Logo sieht, bei dem beide Namen absolut gleichberechtigt auftauchen (mal abgesehen von der Reihenfolge):

Amüsant ist das Ganze v.a. deshalb, weil sich bereits jetzt andeutet, dass Romneys Wahlkämpfer aufpassen müssen, dass Paul Ryan im Wahlkampf Mitt Romney nicht die Show stiehlt. Denn Ryan hat genau das, was Romney fehlt: Charisma und eine natürliche Gabe, Zuhörer mit seinen Reden in den Bann zu ziehen. Da passt es nur zu gut, dass Romney ihn bei seiner Kür zum Vize-Kandidaten gleich selbst zum eigentlichen Präsidentschaftskandidaten machte, in dem er ihn als „next president of the United States“ ankündigte:

Den nächsten Fauxpas leistete sich gestern dann gleich Paul Ryan selbst: Im ersten Doppel-Interview mit den beiden republikanischen Präsidentschaftskandidaten auf CBS („60 Minutes“) ließ sich Ryan zu folgender Antwort hinreißen: „What we are saying is take away the tax shelters that are uniquely enjoyed by people at the top tax brackets so they can’t shelter as much money from taxation.“ Das mutet dann schon etwas ironisch an, wenn einer der Hauptprofiteure des bisherigen Steuersystems direkt neben ihm sitzt und ihn von der Seite anschaut, als würde er gerade denken: „Oh je, was habe ich mir denn da eingebrockt.“ (Nachtrag am 14.08.2010: Die geschilderte Interview-Szene wurde mittlerweile auch vom pro-demokratischen Super-PAC American Bridge 21st Century für einen recht amüsanten Angriffsspot genutzt.)

P.S.: Und hier noch das gesamte „60 Minutes“-Interview mit Romney und Ryan, für alle, die es interessiert:

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