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Campaignwatch: „Let’s Go Public!“ – Greenpeace triezt seinen Lieblingsfeind Shell mit viraler Plakatkampagne

23. Juli 2012

Heute zur Abwechslung mal wieder ein Blog-Beitrag, der nichts mit dem US-Präsidentschaftswahlkampf zu tun. Mmh, zumindest fast nichts. :-) Off-Shore-Drilling ist zwar auch ein Thema im US-Wahlkampf, aber bislang ja eher ein Randthema. Bei Greenpeace sieht das anders aus. Off-Shore-Drilling steht hier ganz oben auf der Agenda. Und wenn dann der Lieblingsfeind Shell auch noch mit einer Kampagne vorlegt, die etwas von sauberer Energie und Kindern, die unter einem blauen Himmel spielen können sollen erzählt, dann ist es höchste Zeit für eine virale Konterkampagne, hat man sich bei Greenpeace wohl gedacht. Hier zunächst mal der Original-Spot der „Let’s Go“-Kampagne von Shell und das zugehörige Plakatmotiv:

Greenpeace hatte nun die schöne Idee, eine virale Gegenkampagne zu starten, die man mit einem sog. „Ad Generator“ unterstützte. Mit Hilfe des Ad Generators konnte man ganz einfach zwischen 10 Plakatvorlagen im Design der Shell-Kampagne auswählen und einen individuellen Slogan dazu einfügen. Auf diese Weise wurden bislang über 2000 Fake-Plakate erstellt. Hier eine kleine Auswahl besonders gelungener Exemplare:

Die Texte der Homepage arcticready.com, auf der sich der Ad Generator befindet, sind dabei so formuliert, als kämen sie von Shell selbst – bzw. von einer böse-sarkastischen Version von Shell („For hundreds of years, explorers have battled the Arctic. Today, we’re finally winning.“). Und auch das Design der Seite sieht dem der Original-Shell-Homepage zum Verwechseln ähnlich.

Mittlerweile wurde auch ein Gewinner-Plakat gekürt: Das „You can’t run your SUV on ‚cute'“-Plakat von Teilnehmer James schmückte für einen Tag lang eine große Plakatwand ganz in der Nähe des Shell-Hauptquartiers in Houston, Texas. Dass es sich dabei nicht auch wieder um einen Fake handelt, zeigt zum Beispiel dieser Artikel von EcoWatch.org.

Fazit: Eine sehr gelungene Aktion von Greenpeace, die mal wieder schön zeigt, wie man das Crowdsourcing-Potenzial des Internets für gelungene virale Kampagnen nutzen kann. Shell wird übrigens nicht rechtlich gegen die Kampagen vorgehen. Eigentlich schade. Denn das hätte ihr sicherlich noch zu etwas mehr Aufmerksamkeit verholfen…

P.S.: Neben den Plakat-Remixes, die über die Greenpeace-Seite erstellt wurden, gibt es auch noch andere, unabhängige Plakat-Remixes im Netz, die teilweise ebenfalls recht gelungen sind:

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