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Campaignwatch: Obama schießt schon wieder neue Giftpfeile – Bringt Romney Deutschland wirklich 52.000 neue Jobs?

18. Juli 2012
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Schon wieder ist Deutschland Teil des amerikanischen Wahlkampfs. Diesmal nicht wegen eines deutschen Journalisten, der sich unfreiwillig in einen US-Angriffsspot verirrt hat, sondern wegen Obamas Behauptung, dass Romneys Steuerpläne v.a. Jobs im Ausland schaffen würden – und nicht in Amerika:

Und es kommt noch besser: Von den angeblich 800.000 Jobs, die Romney im Ausland schaffen würde, würden immerhin 52.000 auf Deutschland entfallen, wie die folgende Info-Grafik des Obama-Teams verdeutlicht. Damit befände sich Deutschland unter den Top 4 der ausländischen Profiteure von Romenys Steuerplänen, noch mehr Jobs würden nur in Kanada, China und Holland geschaffen:

So weit, so verdächtig. Sollten die Deutschen also ab jetzt doch lieber Romney die Daumen drücken und nicht mehr ihrem Liebling Obama? Nicht wirklich. Zum einen handelt es sich bei Kim Clausing, von der die Daten, auf die Obama seine Behauptungen stützt, zwar durchaus um eine angesehene Steuerexpertin. Aber wohl kaum – wie von Obama behauptet – um einen „non-partisan economist“. Ganz im Gegenteil: Clausing ist eine langjährige Unterstützerin und Spenderin der Demokraten.

Zum anderen lassen sich die Folgen von Romneys Steuerplänen wohl nur mit sehr viel gutem Willen so genau vorhersagen wie von Kim Clausing behauptet – egal, in welche Richtung. Denn das Ganze ist dann doch ein wenig komplizierter, wie der folgende Reality Check von Fox19, einem regionalen Nachrichtensender aus Cincinnati zeigt. (Ein „Fox“ im Sendername lässt natürlich nicht unbedingt auf eine wirklich neutrale Quelle schließen, aber Fox19 berichtet deutlich ausgewogener als Fox News und die Reality Checks des Senders sind immer wieder sehenswert.) Das Fazit des Moderators Ben Swann: „So what we can say about this proposal is that the policy would certainly be good for multinational corporations. But certainly may not be good to the American worker.“

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