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Campaignwatch: Die Großflächen-Plakate der SPD in Nordrhein-Westfalen – Ramona Leiß als zweite Spitzenkandidatin?

12. April 2012

Vorgestern hat die NRW-SPD nun auch ihre drei ersten, thematischen Großflächen-Plakate vorgestellt (ein erstes Kandidaten-Großflächenplakat war bereits zusammen mit den kleinformatigen Themen-Plakaten veröffentlicht worden). Inhaltlich setzt die SPD mit den drei neuen Plakaten auch drei neue Akzente, die auf den bisherigen Themen-Plakaten nicht vertreten waren: Soziale Gerechtigkeit bei der Bildungspolitik („Wir lassen kein Kind zurück.“), Arbeitsmarktpolitik („Wir kämpfen für Arbeitsplätze.“) und Förderung des sozialen Zusammenhalts („Wir halten zusammen.“).

Verbindende Elemente zwischen den bisherigen Themen-Plakaten und den Großflächenplakaten sind der Claim „Gut für NRW“ und der schablonenartige, weiße Hintergrund der Slogans. Trotzdem fällt auf, dass die beiden Plakatserien nicht wie aus einem Guss wirken. Denn Schriftart und Schriftfarbe stimmen nicht überein, was insbesondere beim Claim „Gut für NRW“ ins Auge sticht, der zudem einmal mit und einmal ohne Ausrufezeichen geschrieben wird.

Das dürfte bei einer professionellen (und sicherlich nicht gerade billigen) Plakat-Kampagne eigentlich nicht passieren. Zudem frage ich mich, was Agentur und/oder SPD sich bei der Foto-Auswahl zum „Arbeitsplätze“-Plakat gedacht haben: Hannelore Kraft ist hier kaum wiederzuerkennen und wird zum (unvorteilhaften) Ramona Leiß-Double. Aus meiner Sicht ein absoluter Fauxpas.

Optisch und auch inhaltlich erinnern die Plakate übrigens stark an die Plakat-Kampagne der SPD zur letzten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Auch hier setzte die SPD auf eine möglichst bürgenahe Präsentation ihres Spitzenkandidaten Kurt Beck, auch hier ging es um die drei Themen Zusammenhalt, Arbeitsplätze und Bildung. Allerdings fällt auf, dass die Bildsprache der NRW-Plakate sehr viel informeller ausfällt und die Fotos dadurch deutlich weniger gestellt wirken als bei den Plakatmotiven mit Kurt Beck. Mein Tipp: Dieselbe Werbe-Agentur, vermutlich jeweils „Butter.“ aus Düsseldorf, die für fast alle SPD-Kampagnen der letzten Jahre zuständig war.

  

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3 Kommentare leave one →
  1. 12. April 2012 08:59

    Unabhängig von der Beurteilung aus „professioneller“ Sicht (die steht von meiner Wenigkeit noch aus), kann ich sagen, dass die Plakate bislang hier in NRW gut aufgenommen werden – auch durch unterschiedliche Parteibrillen hindurch. Die sehr farbintensiven Plakate setzten sich im derzeit hier herrschenden Plakate-Dschungel gut durch. Evtl. Gewollt? Wäre nicht das 1. Mal, dass Werbeagentur der SPD direkt und bereits im Vorfeld auf Wahlwerbung der CDU reagiert (welche hier eher einen Wettstreit mit der FDP um das unauffälligste blau betreibt).

    Achja: Ein Herz für Ex-Fernsehgarten-Moderatorinnen ist doch mal wirklich gelebtes soziales Gewissen!

Trackbacks

  1. Campaignwatch: Die Plakat-Kampagne der CDU in Nordrhein-Westfalen « campaignwatchers.de
  2. Campaignwatch: Neue Plakate von SPD und Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen « campaignwatchers.de

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