Skip to content

Campaignwatch: Und so sahen die NRW-Wahlplakate von Piratenpartei und Linkspartei 2010 aus

6. April 2012

Da mich – wie schon bei der SPD – auch bei der Linken und der Piratenpartei interessierte, wie die Wahlplakate beim letzten Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen aussahen, habe ich mal ein wenig recherchiert und bin auch fündig geworden. Beide Parteien haben vor zwei Jahren eine beeindruckende Zahl von Wahlplakaten veröffentlicht: Die Linke kam auf neun Plakate, die Piraten sogar auf 15 Plakate.

Die Piraten-Plakate von 2010 unterscheiden sich rein optisch deutlich von den aktuellen Plakaten. Statt auf Farbenvielfalt setzte die Partei vor zwei Jahren noch auf ein einheitliches Orange mit Piratenflagge im Hintergrund. Das erhöht den Wiedererkennungswert, führt aber gleichzeitig dazu, dass die einzelnen Themen-Plakate nur sehr schlecht auseinandergehalten werden können.

Auch das inhaltliche Konzept der Piraten-Plakate hat sich im Vergleich zu 2010 stark verändert: So waren die Plakat-Slogans vor zwei Jahren fast ausschließlich als Fragen formuliert, die Antworten gab es dann jeweils kleingedruckt darunter. Offensichtlich haben die Piraten nun erkannt, dass es sich dabei kaum um ein Konzept handelt, das für die flüchtige Plakat-Betrachtung geeignet ist und setzen deshalb 2012 auf weniger Text, groß geschrieben und ohne Fragezeichen. Hier zeigt sich also ein Trend, der bereits bei der Plakat-Kampagne der Saar-Piraten zu beobachten war: Die Piratenpartei nähert sich – zumindest, was ihr Plakat-Design betrifft – zunehmend den etablierten Parteien an.

Auch die Gesamtzahl der Plakate wird 2012 wohl etwas geringer ausfallen als 2010, falls in der zweiten Welle nicht mehr als sechs Plakate veröffentlicht werden sollten. Hier ist allerdings noch sehr viel Luft nach unten, denn auch zwölf Plakate sind wohl noch immer zu viel, um eine angemessene Wiederholungsrate bei den Wählern zu gewährleisten.

     

     

     

     

     

Betrachtet man die Plakate der Linken von 2010, so fällt auf, dass sich rein optisch kaum etwas verändert hat, abgesehen vom weißen Texthintergrund des zentralen Plakat-Slogans. Inhaltlich setzte die Linkspartei 2010 jedoch durchaus auch andere Akzente, was natürlich auch an der größeren Zahl an Plakaten liegt. Beispiele hierfür sind die Slogans „Raus aus Afghanistan!“, „E.ON, RWE entmachten!“, „Hartz IV abwählen!“, „Gerecht und sozial statt Kopfpauschale“, „Kommunen in Not! Genug gekürzt!“ und „Gleiche Rechte für Alle“. Überschneidungen mit den aktuellen Plakaten zeigen sich hingegen bei den Slogans „Arbeit sichern, neue schaffen!“, „Bildung gebührenfrei!“ und „Die Linke kämpft“.

     

     

     

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: