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Campaignwatch: Neue Wahlplakate von CDU, SPD und Linkspartei im Saarland

17. Februar 2012
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Nachdem CDU und SPD bereits  Anfang Februar ihre ersten Großflächenplakate präsentiert und öffentlichkeitswirksam plakatiert hatten, wurden die Großflächenserien mittlerweile bei beiden Parteien erweitert. Auch die Linkspartei präsentiert nun ihr erstes Großflächenplakat und beweist damit erneut, dass sie deutlich schneller als die anderen kleinen Parteien auf Wahlkampf umschalten kann.

Wie zu erwarten war, setzen CDU und SPD auch bei den neuen Großflächenplakaten wieder voll und ganz auf ihre SpitzenkandidatInnen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Plakaten zeigt sich nun jedoch, dass die beiden Parteien bei der KandidatInnen-Präsentation durchaus unterschiedliche Ansätze verfolgen. So ist Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem neuen CDU-Plakat leger gekleidet in einer Gruppe von Kindern abgebildet. Die Plakatmacher hoffen hier ganz offensichtlich auf einen positiven Ausstrahlungseffekt der abgebildeten Kinder, was angesichts bisheriger Ergebnisse der Wahlplakat-Forschung aller Voraussicht nach auch gut funktionieren dürfte.

Heiko Maas hingegen ist auch auf den beiden neuen SPD-Plakaten wieder allein und in eher förmlicher Kleidung und Situation zu sehen: einmal sitzend in kühl-blauer Büro-Atmosphäre, einmal stehend und freigestellt mit Anzug und Krawatte vor rot-violettem Hintergrund. Während die CDU also mit ihrem zweiten Plakat also auf eine eher gefühlsbetonte Präsentation ihrer Kandidatin setzt,  scheint die SPD auch mit den beiden neuen Maas-Plakaten v.a. die Seriösität und Ernsthaftigkeit ihres Kandidaten demonstrieren zu wollen.

Auch inhaltlich positionieren sich die beiden Kandidaten nun deutlicher als auf den ersten Plakaten, die auschließlich Fragen des politischen Stils und der Regierungsführung behandelten („Ich will klare Verhältnisse für unser Land.“ bzw. „Ein neuer Politikstil. Sachlich und fair.“).  Kramp-Karrenbauer setzt nun auf das Thema Entschuldung („Ich will Zukunft ohne Schulden.“), Maas hingegen auf die beiden SPD-Klassiker Bildung und (Lohn-)Gerechtigkeit („Eine bessere Bildung. Für alle. Fair. Zuverlässig.“ bzw. „Einsatz für Gerechtigkeit. Gute Arbeit. Faire Löhne.“).

Wie zu erwarten war, rückt auch Die Linke bei ihrem ersten Großflächenplakat ihren Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine in den Vordergrund. Dieser präsentiert sich vor einer Industriekulisse, darüber prangt der Slogan „Sanieren muss man können.“. Im Vergleich zu den Plakaten von CDU und SPD mutet die Optik des Lafontaine-Plakats jedoch seltsam altbacken an. Eine Folge der kurzen Vorbereitungszeit? Des geringeren Budgets? Oder pure Absicht? Wie auch immer: Zumindest verzichtet Die Linke vorerst auf ihre sonst so beliebten rot-weißen Textplakate, die bei den meisten BetrachterInnen nachweislich zu äußerst negativen Verarbeitungsreaktionen führen.

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