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Campaignwatch: Wählerlein, Wählerlein am rechten Rand – Wer ist der Konservativste im ganzen Land?

13. Februar 2012
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Es ist schon grotesk zu beobachten, wie sich die republikanischen Präsidentschaftskandidaten in den USA am vergangenen Freitag in einer Art Konservatismus-Wettbewerb bei der „Conservative Political Action Conference“ (CPAC) gegenseitig zu überbieten versuchten.

So beschwor Rick Santorum die Anwesenden, nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und nach einem möglichst gemäßigten Kandidaten zu suchen: „We listened to the voices who said we had to abandon our principles and our values to get things done, to win.  We hear those same voices today. We need to compromise, do what’s politically reasonable. […] I think we have learned our lesson. We will no longer abandon and apologize for the principles that made this country great for a hollow victory in November.“ Das passt gut zu dem Image als „True Conservative“, das der Santorum unterstützende Super-PAC „Red White and Blue Fund“ schon seit Monaten aufzubauen versucht:

Obwohl Santorum in seiner Rede denn Konkurrenten Mitt Romney nicht namentlich erwähnte, war klar, auf wen sich seine Warnungen bezogen. Der so attackierte versuchte anschließend, den bei Amerikas Konservativen tiefsitzenden und durch Santorums Rede zusätzlich verstärkten Liberalismus-Verdacht so gut wie möglich zu zerstreuen: „I know conservatism because I have lived conservatism. […] I fought against long odds in a deep blue state but I was a severely conservative Republican governor.“ Dass ihm diese Haltung allerdings angesichts seiner früheren Standpunkte und Äußerungen von einer Mehrheit der Wähler abgenommen wird, darf jedoch bezweifelt werden. Denn nicht nur demokratische Attack Ads weisen auf Romneys Flip-Flop bezüglich zentraler Wahlkampfthemen hin:

Fazit: Zwar ist die Anbiederung an die konservative Stammwählerschaft seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Vorwahlkampfs der Republikaner. Doch im aktuellen Wahlkampf führt dieses alt bekannte Ritual zu einer Spaltung der Partei, die die Chancen auf einen Wahlsieg eher verringern als vergrößern dürfte. So gab Haley Barbour, der ehemalige politische Direktor von Ronald Reagan seinen Parteifreunden auf einer Gedenkveranstaltung für Reagan kürzlich noch folgenden Ratschlag mit auf den Weg: „Some candidates are vying to be the most conservative candidate, and some voters are seeking purity in their choice. Well, in politics purity is a dead-dog loser. You need unity. And purity is the enemy of unity.“

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