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Campaignwatch: One-Term President oder Two-Term President?

7. Februar 2012
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Ein Meta-Thema des amerikanischen Wahlkampfs ist unweigerlich die Frage, ob Barack Obama ein „One-Term President“ oder ein „Two-Term President“ sein wird. Denn sollte Obama die Wahl im November verlieren, wäre er erst der vierte Präsident seit dem zweiten Weltkrieg, dem keine Wiederwahl vergönnt ist. Seine Vorgänger hießen dann Gerald Ford, Jimmy Carter und George Bush senior.

Auch wenn einige der bislang zehn nicht wiedergewählten One-Term-Presidents durchaus bleibende Veränderungen anstießen und durchsetzten: Ihnen hängt immer der Makel des Scheiterns an. Daran würde sich bei Obama auch durch seine Äußerung nichts ändern, dass er lieber ein guter One-Term-Präsident als ein mittelmäßiger Two-Term-Präsident wäre („I’d rather be a really good one-term president than a mediocre two-term president.“).

Das Ziel der Republikaner ist klar: Sie würden gerne die Liste der One-Term-Präsidenten erweitern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Mitt Romney nun eigens einen „One Term Fund“ ins Leben gerufen, dessen Spenden dabei helfen sollen, Obama nach einer Amtszeit aus dem Weißen Haus zu vertreiben:

Dem folgte zwei Tage später der „Two Term Fund“ von Barack Obama. Verbunden mit der Botschaft, dass das einzige politische Ziel der Republikaner in den letzten drei Jahren – und auch jetzt im Vorwahlkampf – die Verhinderung einer zweiten Amtszeit für Obama gewesen sei. Ganz offensichtlich soll auf diese Weise unter den Anhängern der Demokraten eine Art Trotzreaktion ausgelöst werden, die die teilweise durchaus tiefsitzende Enttäuschung über die bisherige Bilanz des Präsidenten wieder ausgleicht:

P.S.: Lange bevor Mitt Romney seinen „One Term Fund“ einrichtete, veröffentlichte die konsverative Rap-Band „Wolverines“ ihre Single „O.T.P.“ (One Term President), deren Text keine Fragen offen lässt: „I lost my job at the bakery, Obama faked me, so I turned criminal / I’m sellin drugs at the terminal / B. Hussein, baby where’s my job? Just words just speeches, ya weakless“. Verbunden mit der Single ist die Initiative, „OTP“-Aufkleber auf Auto-Stoßstangen im ganzen Land zu verbreiten und sich gegenseitig anzuhupen und zu grüßen, wenn man Gleichgesinnten begegnet.

 

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