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US-Wahlkampf, Lektion 17: Zögere nicht, Zitate deines Gegners schamlos aus dem Zusammenhang zu reißen

2. Februar 2012
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Die aktuelle Attack Ad der Democratic Rapid Response gegen Mitt Romney ist ein wunderschönes Beispiel für ein schamlos aus dem Kontext gerissenes Zitat. Und damit ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Negative Campaigning in den USA nur allzu oft funktioniert. Das Zitat von Romney, das die Demokraten in ihrem Spot verwenden, lautet: „I’m not concerned about the very poor.“

Klingt nach einem echten Fauxpas bzw. einem klassischen „gaffe“ von Romney. Ist er wirklich so herzlos, dass er offen zugibt, sich nicht um die Ärmsten der Armen zu sorgen? Natürlich nicht, denn das vollständige Zitat lautet: „I’m not concerned about the very poor. We have a safety net there. If it needs a repair, I’ll fix it. I’m not concerned about the very rich — they’re doing just fine.“

Ähnlich wie die Republikaner also vor fast genau zwei Monaten das Obama-Zitat „I don’t think that they are better off than they were three years ago.“ schamlos aus dem Kontext gerissen haben, tun es nun die Demokraten mit dem Romney-Zitat. Und wir werden dieses Zitat sicherlich noch in vielen weiteren Spots der Demokraten (und vermutlich auch in einigen News-Shows) sehen, denn hier gilt bekanntlich Lektion 9 des US-Wahlkamps: Schlachte nützliche Zitate aus, so oft du kannst.

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