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Campaignwatch: Die SPD im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen läuft sich warm – und hat noch viel zu tun

30. Januar 2012

Zugegeben: Die amerikanischen Auswüchse des Wahlkampfs – insbesondere in Form der hier immer wieder besprochenen Negative Campaigning-Schlammschlachten – sind nicht unbedingt erstrebenswert. Aber ein bisschen professioneller und emotionaler als dieser Zusammenschnitt der Wahlkampfkonferenz der Saar-SPD dürfte es dann vielleicht doch sein:

Dabei macht Heiko Maas seine Sache als Redner ja gar nicht so schlecht. Wenn die Akustik und die Bildqualität aber an eine private Familienfeier erinnern und zwischen die Rede-Beiträge auch noch willkürlich wirkende Bildschnipsel und Warteschleifen-Musik geschnitten werden, dann hätte es vermutlich auch Obama schwer, hier eine ansteckende „Change“-Stimmung zu erzeugen.

Ein ganz ähnliches Problem findet sich auf dem YouTube-Kanal der SPD in Schleswig-Holstein, wo ja bekanntlich am 26. Mai der neue Landtag gewählt wird. Das letzte veröffentlichte Video („Neujahrsempfang der SPD Schleswig-Holstein“) ist hier bereits eine Woche alt und kann trotzdem bisher gerade einmal 147 Aufrufe verzeichnen. (Da wirken die 239 Aufrufe der Heiko Maas-Rede nach nur einem Tag geradezu schon rekordverdächtig.) Schaut man sich das Video an, wundert einen allerdings nicht mehr viel (bitte trotzdem dranbleiben, der Fremdschäm-Faktor kulminiert am Ende des Videos in einer schnulzigen Gesangseinlage aus Kiel: „Denn dir gehört mein Herz!“):

Auch der Spitzenkandidat der SPD in Niedersachsen, Stephan Weil, läuft sich in seiner aktuellen Homepage-Kolumne für das Wahlkampf-Jahr 2012 warm. Schließlich wird auch in Niedersachsen schon in 51 Wochen, am 20. Januar, ein neuer Landtag gewählt. Und aktuell liegen SPD und Grüne zusammen bei satten 49 Prozent. Das kann durchaus optimistisch machen, macht aber aus Weil auch noch keinen Obama:

Was aber noch viel interessanter ist: Schon seit geraumer Zeit betreibt die CDU eine satirische Negative Campaigning-Seite über den Spitzenkandidaten Stephan Weil. Die ist zwar nicht wirklich lustig, zeigt aber zumindest, dass nicht nur in den USA immer früher mit dem Negative Campaigning begonnen wird…

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