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US-Wahlkampf, Lektion 13: Distanziere dich von der Schlammschlacht… und beteilige dich dann daran

17. Dezember 2011

Es ist schon irgendwie amüsant: Jeder amerikanische (Vor-)Wahlkampf entwickelt sich irgendwann zu einer ziemlich wüsten Schlammschlacht zwischen den Kandidaten. Insbesondere die aussichtsreichsten Anwärter auf den Wahlsieg werden dann von ihren Konkurrenten mit allen möglichen unschönen Vorwürfen und Unterstellungen überzogen. Doch obwohl sich so gut wie jeder Kandidat im Laufe eines Wahlkampfs an dieser Schlammschlacht beteiligt, versuchen sich einige der Kandidaten immer wieder als Saubermänner zu inszenieren, die es nicht nötig haben, die Dreckschleuder auszupacken. Nur um allzu häufig anschließend eine eigene Attack Ad zu veröffentlichen.

Ein aktuelles Beispiel für diese Strategie ist die bisherige Wahlkampagne von Newt Gingrich. So verkündet dieser in seinem aktuellen Spot: „We want and deserve solutions“. Und: „Others seem to be more focused on attacks, rather than moving the country forward. That’s up to them.“

 
Tatsächlich findet sich im YouTube-Kanal von Gingrich bislang kein einziger Angriffsspot gegen Obama oder einen seiner republikanischen Vorwahl-Konkurrenten, sondern lediglich ein weiterer Spot mit der schwülstig-patriotischen Botschaft „Rebuilding the America We Love“. Es bleibt abzuwarten, ob bzw. wie lange Gingrich diese Nicht-Angriff-Strategie durchhält. Denn erfahrungsgemäß greifen favorisierte Kandidaten immer dann zur Dreckschleuder, wenn ihr Vorsprung in den Umfragen zu schwinden beginnt…

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