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Fundstück: Identitätskonstruktion im Kampagnenformat

15. Dezember 2011

Notleidende Menschen auf Bildern nicht entwürdigend darzustellen, Patenkinder nicht wie im Katalog anzubieten und nicht mit großen Kinderaugen für Spenden zu werben. Das sollte für entwicklungspolitische Organisationen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Eigentlich. Schließlich haben schon viele Organisationen den Kodex „Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ von VENRO (Verband Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen) unterzeichnet, der genau das impliziert. Und trotzdem begegnen uns auf der Straße und in der U-Bahn immer wieder Stereotype – und zwar auf Werbeplakaten.

Der Dokumentarfilm ‚white charity‘ zeigt, welchen Einfluss Kampagnen in der Entwicklungszusammenarbeit bei der Konstruktion von ‚schwarzen‘ und ‚weißen‘ Identitäten haben können. In ihrer No-Budget Produktion lassen Carolin Philipp und Timo Kiesel VertreterInnen von Hilfsorganisationen sowie WissenschaftlerInnen darüber diskutieren, wie Kampagnen bestimmte Bilder transportieren  – direkt in unsere Köpfe. Lyrische Zwischentöne gibt’s vom Berliner Künstler und Spoken Word Peformer Philipp Khabo Koepsell – absolut hörens- und sehenswert.

Was dem Film meiner Meinung nach leider fehlt, ist ein positiver Ausblick. Das schreit nach einer Fortsetzung: eine, in der beleuchtet wird, wie es richtig gemacht wird – denn solche Beispiel soll es auch geben. Nichtsdestotrotz bietet der Film 47 interessante Minuten.

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