YouTubeWatch: “Vote for me maybe” – Musikalischer YouTube-Vorwahlkampf in New York
Am letzten Donnerstag fand in New York die demokratische Vorwahl für das Stadtparlament statt. Im berüchtigten 80. Bezirk, der Bronx, traten vier Kandidaten an, darunter die (mit Korruptionsvorwürfen konfrontierte) Amtsinhaberin Naomi Rivera, aber auch der weitgehend unbekannte Kandidat Adam Rene Bermudez. Dieser versuchte in einer Last-Minute-Aktion, seine Bekanntheit und sein Spendenaufkommen durch eine – durchaus originelle – musikalische Einlage auf YouTube zu pushen (spätestens beim Refrain erkennt man auch die Cover-Version von “Call me maybe”):
Seiner Aktion war allerdings kein größerer Erfolg vergönnt. Bei der Vorwahl am letzten Donnerstag entfielen auf Bermudez gerade einmal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen. Ob es daran lag, dass Bermudez sein Video nicht in der Bronx, sondern in Williamsburg drehte, weil sich der Freund, der als Kameramann fungierte, weigerte, in der Bronx zu drehen? Zum Freuen gab es für Bermudez allerdings trotzdem etwas, denn Amtsinhaberin Rivera wurde abgewählt. Bermudez’ Kommentar auf seiner Homepage: “Congrats to my opponent Mark Gjonaj, who defeated our corrupt incumbent.”
P.S.: Bermudez’ Version von “Call my maybe” war keineswegs die erste politische Cover-Version des Hits von Carly Rae Jepsen. Seit Juni gibt es auch schon einen Obama-”Call me maybe”-Remix auf YouTube. Zahl der Aufrufe bisher: Knapp 27 Miollionen.

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